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Besonders beim Bohren in hartes Steinzeug oder Feinsteinzeug kann sich der Bohrer schnell erhitzen. Mit der richtigen Arbeitsweise lässt sich eine Überhitzung vermeiden:

1. Niedrige Drehzahl wählen: Bei Feinsteinzeug sind in der Regel etwa 200 bis 400 Umdrehungen pro Minute zu empfehlen. Weiches Steingut kann mit einer etwas höheren Drehzahl gebohrt werden.
2. Wenig Druck ausüben: Die Bohrkrone sollte sich langsam durch das Material arbeiten und nicht mit Kraft durch die Fliese gedrückt werden.
3. Regelmäßige Pausen einlegen: Nehmen Sie den Bohrer etwa alle 10 bis 15 Sekunden kurz aus der Bohrung, damit er abkühlen kann.
4. Geeignete Wasserkühlung nutzen: Wenn Bohrkrone und Maschine dafür vorgesehen sind, kann Wasser die entstehende Wärme reduzieren. Eine Trockenbohrkrone kann zwischendurch bei ausgeschalteter Maschine kurz in Wasser gekühlt werden. Dabei darf keine Feuchtigkeit in das Gerät gelangen.
5. Leichte Taumelbewegungen ausführen: Durch ein vorsichtiges Kippen der Bohrkrone verringert sich die Reibung, während sich die Wärme gleichmäßiger verteilt.

Bei größeren oder länger dauernden Bohrungen, beispielsweise für Steckdosen, kann die Bohrstelle gezielt mit Wasser gekühlt werden. Dafür dürfen ausschließlich geeignete Geräte und Bohrkronen verwendet werden. Alternativ gibt es Trockenbohrer mit integrierter Kühlung, die ohne Wasser auskommen z.b Bosch Professional.

Wie bohre ich in Fliesen, ohne den Bohrer zu überhitzen?

Um den Bohrer vor Überhitzung zu schützen, arbeiten Sie mit niedriger Drehzahl und wenig Druck. Kurze Pausen, eine leichte Taumelbewegung und – bei geeigneten Bohrkronen und Maschinen – eine kontrollierte Wasserkühlung reduzieren die Wärmeentwicklung.

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